Brüssel. Eine gute Nachricht gibt es im Kampf gegen Malaria und Tuberkulose: Der Mainzer Impfstoff-Hersteller BioNTech will Impfstoffe in Afrika herstellen. Es sollen Produktionsmöglichkeiten in Ruanda und Senegal aufgebaut werden. Dies hat jetzt der rheinland-pfälzische SPD-Europaabgeordnete Norbert Neuser mitgeteilt.

Norbert Neuser, stv. Vorsitzender des Entwicklungsausschusses im Europäischen Parlament: „Wir fordern seit langem als Entwicklungspolitiker den Aufbau eigener Produktionsanlagen in Afrika, damit die Anhängigkeit Afrikas von in Europa und den USA hergestellten Impfstoffen verringert wird. Zur Zeit werden noch 99 Prozent aller Impfstoffe Afrikas importiert; Europa reduziert damit globale Ungerechtigkeiten, wie wir es derzeit bei der Bekämpfung von COVID 19 erleben.


Norbert Neuser: „Es ist ein erster, wichtiger Schritt, damit Impfstoffgerechtigkeit hergestellt wird. Gut, dass die Europäische Investitionsbank das Vorhaben unterstützt. Als Rheinland-Pfälzer freue ich mich besonders, dass das Weltunternehmen BioNTech aus Mainz im afrikanischen Partnerland Ruanda investiert.“