Brüssel/Boppard. Die Präsidentschaftswahl in Nigeria ist entschieden. Amtsinhaber Buhari ist wiedergewählt, das hat die Wahlkommission nun festgestellt. Buhari erhielt 56 Prozent der Stimmen, sein Herausforderer Abubakar 41 Prozent.

Der SPD Europaabgeordnete Norbert Neuser zum Wahlausgang: „Als Wahlbeobachter müssen wir feststellen, dass es viele Unregelmäßigkeiten, Organisationsmängel und Versäumnisse gab, besonders die kurzfristige und sehr überraschende Verschiebung der Wahlen um eine Woche.

Es bleibt zu hoffen, dass es im bevölkerungsreichsten Land Afrikas nicht zu weiterer Gewalt kommt. Bis jetzt gab es bereits 53 Tote bei gewaltsamen Zwischenfällen.“

Präsident Buhari hat einen harten Kampf gegen die Korruption und eine Verbesserung der Sicherheitslage in dem ölreichsten Land Afrikas versprochen. Mit ähnlichen Versprechen war Buhari bereits 2015 angetreten.

Allerdings muss man Buhari eine schlechte Bilanz ausstellen. Schätzungen zufolge leben 87 Millionen der 190 Millionen Einwohner von weniger als 2 Dollar am Tag.