Neuser: EU-Gesetze könnten Spielergehälter und Transfersummen deckeln

Brüssel.

Im Europaparlament laufen derzeit Bestrebungen, die exorbitanten finanziellen Auswüchse des Profifußballs innerhalb der EU zu begrenzen und zu stoppen. Der rheinland-pfälzische SPD Europaabgeordnete Norbert Neuser unterstützt dabei eine Initiative der Kollegen Martens und Schwab aus der EVP, den Europäischen Gesetzgeber zum Handeln aufzufordern und Gesetzgebungsvorschläge zu machen. In einer schriftlichen Anfrage an die Europäische Kommission weisen die Europaabgeordneten darauf hin, dass sich durch die Corona-Krise und durch den Wegfall der Zuschauer die finanzielle Situation der Vereine weiter verschärfen wird.


Norbert Neuser: „Die finanziellen Risiken tragen die Clubs, während Spieler und vor allem Spielerberater Unsummen verdienen. Gehaltsobergrenzen und die Deckelung der Beraterhonorare sind sinnvolle Eingriffsmöglichkeiten.” Neuser kritisiert auch, dass der Einfluss von Milliardären und Oligarchen auf den Club-Fußball  immer größer werden, da Unsummen investiert werden. In einem Brief an die EU Kommission wird auch darauf verwiesen, dass gerade der Vereine- und Clubfußball Teil europäischer Identität ist und als Kulturgut geschützt werden muss. Norbert Neuser abschließend: „Der Vereins- und Clubfußball ist Teil europäischer Identität und soll als Kulturgut geschützt werden.”