Pressemitteilung vom 05.11.2018

NEUSER: Appell gegen Wettrüsten

Brüssel/Boppard.Neun frühere SPD-Vorsitzende warnen vor einem neuen atomaren Wettrüsten. Anlass ist die Ankündigung von US-Präsident Trump, den INF-Vertrag mit Russland zu kündigen. Die ehemaligen Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands fordern, dass Europa die Stimme für Abrüstung und gemeinsamer Sicherheit werden muss. Der SPD Europaabgeordnete Norbert Neuser: „Ende der 80er Jahre haben der damalige US-Präsident Ronald Reagan und der damalige Generalsekretär der Sowjetunion Michail Gorbatschow den Vertrag unterzeichnet. Dieser Vertrag schützt seit nunmehr 30 Jahren Europa und damit auch Deutschland Austragungsort eines bedrohlichen atomaren Wettrüstens zu werden. Dass muss unbedingt auch so bleiben.“

 

Russland und die USA werfen sich gegenseitig vor, den INF-Vertrag zu verletzen und neue landgestützte atomare Waffensysteme zu entwickeln und einsatzfähig zu machen. Neue Mittelstreckenraketen werden eine noch kürzere Vorwarnzeit haben als die Waffensysteme der 80er Jahre, gegen die Millionen Menschen in aller Welt demonstriert haben. Die Gefahr von unbeabsichtigten nuklearen Konfrontationen und Vernichtungskriegen aufgrund von Fehlern und Missverständnissen wird dabei größer. Wenn es nicht gelingt, diese atomare Spirale erneut zu stoppen, ist besonders Zentraleuropa wieder Schauplatz dieses Konflikts. Kaum ein anderes Thema wird so wichtig werden wie die Frage, ob ein erneutes atomares Wettrüsten auf unserem Kontinent verhindert werden kann.

Norbert Neuser: „Gut, dass es diese neue Initiative zur atomaren Abrüstung gibt. In diesem Zusammenhang erinnere ich an die seit einiger Zeit existierende Forderung, die letzten in Deutschland verbliebenen Atomwaffen, die auf dem Fliegerhorst in Büchel in der Eifel lagern, endlich abzuziehen. Ich rufe die Bevölkerung auf, den Appell gegen eine drohende neue atomare Aufrüstung zu unterzeichnen.
Hier der Link zum Aufruf: https://kein-wettruesten.de