Europäische Chemikalienagentur dementiert sofortige Schließungen  

Boppard./Brüssel. Wegen der Gefahr des Verbots des umweltschädlichen Kunststoffgranulats und damit einhergehend die mögliche Schließung von Kunstrasenplätzen hatte der SPD Europaabgeordnete Norbert Neuser eine Anfrage an die EU-Kommission in Brüssel gerichtet. Vor Beantwortung durch die EU-Kommission hat jetzt bereits die europäische Chemikalienagentur Stellung bezogen. Die europäische Chemikalien Agentur (ECHA) teilt mit, dass weder sie selbst noch die Europäische Kommission ein Verbot von Kunstrasenplätzen plant. Die Europäische Chemikalien Agentur und die EU-Kommission prüfen derzeit, wie der Austrag von umweltschädlichem Mikroplastik in die Umwelt verringert werden kann.

Die europäische Chemikalienagentur stellt klar, dass existierende Plätze nicht sofort vom Verbotsvorschlag betroffen wären. Der Spielbetrieb auf vorhandenen Plätzen könnte zumindest für eine geeignete Übergangsfrist fortbestehen. Geprüft wird auch, ob technische Maßnahmen zur Vermeidung des Granulataustrags an Stelle eines möglichen Verbots implementiert werden könnten. Die öffentliche Anhörung dazu läuft noch bis zum 20. September 2019.

Norbert Neuser: „Aufgrund dieser Klarstellung durch die europäische Chemikalienagentur können die vielen betroffenen Vereine bzw. Kommunen als Träger der Kunstrasenplätze einer Entscheidung etwas gelassener entgegensehen. Der Sportbetrieb würde, unabhängig von der noch zu treffenden Entscheidung, in jedem Falle aufrecht erhalten bleiben.“