Aufruf zur Teilnahme am Ostermarsch in Büchel

Brüssel/Boppard. Ab Mitte Februar werden im Rahmen der größten Verlegeübung in Europa seit 25 Jahren insgesamt 37 000 NATO-Soldaten teilnehmen. Darunter sind 20000 US-Militärangehörige, die mit Material und Fahrzeugen in West-Europa ankommen und sich danach in Richtung Osten nach Polen und ins Baltikum in Bewegung setzen. Deutschland dient wegen seiner geografischen Lage bei der Übung mit dem Namen „Defender 2020“ als logistische Drehscheibe.

Der SPD-Europaabgeordnete Norbert Neuser: „Das Großmanöver stellt sicherlich keinen Beitrag dar, um die bereits angespannten Beziehungen zwischen Russland und der NATO zu verbessern.“

Nach dem letztjährigen AUS des Vertrags über die Abrüstung nuklearer Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag), das insbesondere  auf die Kündigung des Vertrags durch die US-Regierung zustande kam, ist es jetzt wichtiger denn je, dass NATO mit den US-Streitkräften auf der einen und Russland auf der anderen Seite Vertrauen schaffen statt mit Großmanövern zu agieren.

Norbert Neuser: „Mit dem Ende des INF-Vertrags wurde das zentrale Abkommen im Rahmen von Europas Sicherheitsarchitektur außer Kraft gesetzt. In Europa brauchen wir keine Großmanöver wie Defender 2020. Europa braucht dringend eine Rückkehr zu Abrüstung und Rüstungskontrolle.“   

In diesem Zusammenhang weist der SPD Europaabgeordnete Norbert Neuser bereits jetzt auf den am 13.04.2020 stattfindenden Ostermarsch in Büchel hin.

Norbert Neuser abschließend: „In Büchel in der Eifel lagern die letzten us-amerikanischen Atomwaffen auf deutschem Boden. Als Abgeordneter des Europäischen Parlamentes, der sich für den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland seit vielen Jahren einsetzt, fühle ich mich verpflichtet, frühzeitig auf diese wichtige Veranstaltung hinzuweisen und bereits jetzt zu mobilisieren.”