Europaparlament plant Zukunft des Austauschprogramms

Straßburg/Boppard. Das Europäische Parlament fordert eine deutliche Mittelaufstockung für das Austauschprogramm Erasmus +. Für die kommende Programmperiode 2021 bis 2027 fordern die Abgeordneten 41 Milliarden Euro für diese sieben Jahre sowie einen einfacheren und inklusiveren Zugang zum Programm. Der SPD Europaabgeordnete Norbert Neuser: „Dem langfristigen Ziel der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, jedem jungen Menschen eine ERASMUS+ Lernerfahrung zu ermöglichen, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, sind wir einen großen Schritt nähergekommen. Zugleich sind Qualität und Länge einzelner Austausche gesichert. Bei der geforderten Mittelverdreifachung können wir von 2021 bis 2027 12 Millionen junge Menschen mit dem Programm erreichen.“

Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten konnten in den Verhandlungen erreichen, dass ERASMUS+ zukünftig deutlich offener und inklusiver konzipiert sei. „Durch einen stärkeren Fokus auf die berufliche Aus- und Weiterbildung, die Erwachsenenbildung und die Schulbildung ermöglichen wir mehr jungen Menschen bessere Zugänge zum Programm. Der Studierendenaustausch wird unter diesen Neuerungen nicht leiden. Er bleibt das Herzstück von Erasmus+“, so Norbert Neuser. Das Europäische Parlament fordere auf Drängen der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in seiner gemeinsamen Position, dass Antragsverfahren vereinfacht werden und die „diskriminierungs- und barrierefreie Teilhabe aller jungen Europäerinnen und Europäer“ endlich Wirklichkeit werde. „Mein Appel geht an die Regierungen EU-Mitgliedstaaten: Schließen sie sich der Forderung des Parlaments nach einer Verdreifachung der Mittel an. Man kann nicht immer über die Bedeutung von ERASMUS+ schwadronieren und dann nicht bereit sein, den Geldbeutel zu öffnen.  Es geht darum, Menschen in Europa zusammenzubringen und der Jugend Europas einen guten Weg in die Zukunft zu ebnen“, fordert Norbert Neuser.