Abzug der Atomwaffen aus Deutschland

Norbert Neuser erinnert an Atombombenabwürfe

Boppard. Am 06. August 1945 erfolgten die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und am 09. August 1945 auf Nagasaki. Diese Jahrestage nimmt der SPD Europaabgeordnete Norbert Neuser zum Anlass, um weitere Abrüstungsinitiativen einzufordern.

Norbert Neuser: „Für ein weltweites Verbot von Atomwaffen setzen sich in der Zwischenzeit über 130 Staaten ein. Die deutsche Bundesregierung beteiligt sich leider nicht an den Initiativen zur Ächtung der Massenvernichtungswaffen“.

Das Europäische Parlament hat bereits im Oktober 2016 eine klare Haltung zu den Verhandlungen über eine internationale Ächtung von Atomwaffen eingenommen. In einer Resolution hat das Europaparlament Vertragsverhandlungen zum Verbot von Atomwaffen klar unterstützt. Dementsprechend sollten Deutschland und seine Verbündeten bei diesem Thema mit gutem Beispiel vorrangehen und von dem NATO-Standpunkt ablassen, nur die aus ihrer Perspektive als „potentielle Feinde“ eingestuften Staaten müssten atomwaffenfrei sein, während man selbst die ungeheure Vernichtungskraft der Waffen als Drohmittel einsetzen dürfe.

Norbert Neuser weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Evangelische Kirche im Rheinland den längst überfälligen Abzug der letzten US-amerikanischen Atomwaffen aus Deutschland, die in Büchel lagern fordert. Auch der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat an die Bundesregierung appelliert, dass sich diese zukünftig stärker für die nukleare Abrüstung einsetzen solle. Es sei höchste Zeit, dass die von den Atommächten gegebenen Versprechen zur nuklearen Abrüstung endlich erfüllt werden.

Norbert Neuser: „Ein Richtungswechsel hin zu einer friedlichen Politik der Abrüstung wäre ein gutes Zeichen der Zusammenarbeit in unruhigen Zeiten, wie wir sie seit einiger Zeit erleben.“
(01.08.2018)