Rund 250 000 Kinder werden weltweit von Armeen und bewaffneten Gruppen missbraucht, als bewaffnete Kindersoldaten zum Schießen gezwungen, als Arbeitskräfte für ihre Zwecke eingesetzt oder als Opfer sexueller Gewalt.

Norbert Neuser, sozialdemokratischer Europaabgeordneter aus Rheinland-Pfalz, erinnert auch in diesem Jahr wieder am 12. Februar an das Schicksal dieser Kinder: „Die Vereinten Nationen haben diesen Tag zum Red Hand Day, dem Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten ernannt, weil 2002 ein Zusatzprotokoll der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen in Kraft trat. Dieses verbietet den Vertragsstaaten Minderjährige zu ihren Streitkräften einzuziehen oder in kriegerische Auseinandersetzungen zu verwickeln.“

Der Entwicklungspolitiker Norbert Neuser erklärt: „Vor allem in Afrika entführen bewaffnete Gruppen Kinder und Jugendliche und zwingen sie an die Waffe. Wenn sie überleben, tragen sie schwere seelische Schäden davon. Wir sehen das vor allem in Kongo, aber auch in Myanmar; Länder, in denen Rebellengruppen besonders viele Kinder für ihre Zwecke missbrauchen.“

„Auch wenn die Sachlage nicht vergleichbar ist“, unterstreicht Neuser, „Minderjährige gehören grundsätzlich nicht zum Militär, selbst dann nicht, wenn sie noch nicht zu Kampfeinsätzen herangezogen werden.“

Bild