Sport ist Völkerverständigung

UN-Tag – Potenziale in der Entwicklungsarbeit stärker nutzen

Sport sollte künftig besser genutzt werden, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Dazu rufen die SPD-Europaabgeordneten Norbert Neuser und Petra Kammerevert zum “Internationalen Tags des Sports im Dienste von Entwicklung und Frieden” am Donnerstag, 6. April, auf.

Für die Entwicklungsarbeit sieht Norbert Neuser, entwicklungspolitischer Sprecher der Sozialdemokraten im Europaparlament, viel ungenutztes Potenzial: “Sport ist ein hervorragendes Instrument, um Menschen aus verschiedenen ethnischen, kulturellen, religiösen, sprachlichen und sozioökonomischen Hintergründen zusammenbringen. Er vermittelt wichtige gesellschaftliche Werte wie Teamgeist, Solidarität, Toleranz und Fairplay. Die EU-Kommission sollte ebenso wie die Mitgliedstaaten verstärkt Sportprojekte im Rahmen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit angehen. Weltweit könnten Verbände, Sportartikelhersteller und auch die Unterhaltungsindustrie in Kooperation mit dem Breitensport ihr Engagement gerade in den Entwicklungsländern verstärken.”

“Insbesondere in Zeiten, in der sich viele Menschen abgehängt fühlen, ist es wichtig, an die soziale und politische Funktion des Sport zu erinnern”, sagt die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Bildung und Sport im Europaparlament, Petra Kammerevert. “Sport wirkt völkerverbindend, überwindet politische Grenzen und hilft Vorurteile abzubauen. Auf dem Sportplatz sind alle Menschen gleich.”

Am Jahrestag der ersten modernen Olympischen Spiele 1896 in Athen wollen die Vereinten Nationen auf die Forderung hinweisen, Sport für alle und jeden zugänglich zu machen. Zum “Internationalen Tages des Sports im Dienste von Entwicklung und Frieden” hat der SPD-Europaabgeordnete Norbert NEUSER jetzt das Buch “Sport für Entwicklung und Frieden” veröffentlicht – mit Beiträgen von Martin Schulz, Neven Subotic, Rudi Gutendorf, Malu Dreyer, Dr. Gerd Müller und einem Vorwort von Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder. Eventuelle Einnahmen aus dem nichtkommerziellen Projekt fließen in die Ausstattung eines Gesundheitszentrums in der Region Nyabitekeri in Ruanda mit einer Photovoltaik-Anlage.
(05.04.2017)