Weniger Geld für Großbauern, mehr Geld für Entwicklungszusammenarbeit

Neuser begrüßt Idee von EU-Haushaltskommissar Oettinger

Brüssel/Boppard. Die EU-Kommission hat angekündigt, dass die Ausgaben in der EU in der kommenden Finanzperiode 2021 – 2027 gesteigert werden sollen. Sie will insbesondere die Entwicklungshilfe erhöhen und weniger Agrarhilfen insbesondere für Großbetriebe zahlen.

Der entwicklungspolitische Sprecher der SPD Europaabgeordneten Norbert Neuser begrüßt den Ansatz der EU-Kommission: „Weniger Geld für Großbauern und mehr Geld für die Entwicklungszusammenarbeit findet meine ausdrückliche Unterstützung.“

Die Ausgabenerhöhung soll mindestens bei 13 Prozent liegen. Damit soll neben der Erhöhung der Entwicklungshilfe der gemeinsame Schutz der EU-Außengrenzen ausgebaut werden. Verdoppeln soll sich auch das Budget für Erasmus+. Damit werden insbesondere Auslandsaufenthalte für Studenten und Praktikanten finanziell unterstützt.

Norbert Neuser: „Eine Erhöhung der Gelder für Erasmus+ und damit deutlich mehr Auslandsaufenthalte junger Menschen ist genau das, was Europa braucht. Die EU-Kommission will auch die EU Strukturfonds im Hinblick auf Migrationskosten dahingehend ändern, dass die Staaten, die außergewöhnliche Aufgaben für die EU wahrnehmen, auch finanziell unterstützt werden. Es wäre in meinen Augen mehr als Gerecht, wenn dieser Ansatz, der schon mehrfach diskutiert wurde, umgesetzt würde.“
(26.04.2018)