Europaabgeordneter Neuser fragt EU-Kommission

Brüssel/Boppard. Das schwere Unglück eines Güterzuges im Bahnhof Niederlahnstein nimmt der SPD Europaabgeordnete Norbert Neuser zum Anlass, eine entsprechende Anfrage an die EU-Kommission zu stellen. Norbert Neuser: „Der aktuelle Unfall mit dem Güterzug in Lahnstein, bei dem mehrere mit Diesel beladene Güterwaggons leckgeschlagen sind, ging noch relativ glimpflich aus. Was aber wäre gewesen, wenn die Waggons mit Gefahrgut, Chemikalien oder hoch explosiven Stoffen beladen gewesen wären? Täglich fahren hunderte Güterzüge, davon viele mit Gefahrgut, links- und rechtsrheinisch durch das enge Mittelrheintal mit hoher Geschwindigkeit.“

Das Befahren der Mittelrheinstrecke teilweise mit noch sehr alten Güterwaggons mit hohen Geschwindigkeiten im engen Mittelrheintal stellt eine sehr hohe Belastung für die Anwohner dar. Insoweit war es nur eine Frage der Zeit, dass wieder ein Unglück passiert. Die Gefahrensituation für Mensch und Umwelt ist nur eine Problematik. Der infolge der gefahrenen hohen Geschwindigkeiten verursachte Lärmpegel stellt ein weiteres großes Problem dar.

Norbert Neuser: „Insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit der Anwohner am Mittelrhein habe ich eine Anfrage an die EU-Kommission gestellt, inwieweit örtlich begrenzte Höchstgeschwindigkeiten für Güterzüge mit EU-Recht vereinbar ist. Neben einer allgemeinen Geschwindigkeitsbeschränkung geht es speziell auch um eine Geschwindigkeitsreduzierung von Güterzügen mit Gefahrgut. Darüber hinaus habe ich die EU-Kommission gebeten, mir Auskünfte im Hinblick auf die Möglichkeit eines Nachtfahrverbots mitzuteilen.“